9. September 2019 | Projektabschluss: Deutsch-niederländisches Netzwerk band 1.000 Unternehmen ein: Rund 140 Lean & Green-Checks, 110 Vertiefungsprojekte, 500 beratene Betriebe und 1.000 Unternehmenskontakte – das ist die Bilanz des Netzwerk GEP (Grenzenloses Effizientes Produzieren) in vier Jahren Arbeit. Zum Abschluss des von der Handwerkskammer (HWK) Münster koordinierten Projektes zogen alle Partner – neben der HWK waren dies der Landkreis Grafschaft Bentheim und das Bildungs- und Beratungszentrum Stodt – in Hengelo Bilanz. Stodt-Geschäftsführer Jeroen Rouwhoff begrüßte Vertreter der Partnerinstitutionen und beteiligten Unternehmen.
Ziel von GEP war die Wettbewerbsstärkung von Unternehmen der Metall-, Holz-, Kunststoff- und Nahrungsmittelbranche in der deutsch-niederländischen Euregio durch die Verbesserung der Produktionsprozesse. So sollten Potenziale für Innovationen erschlossen werden.
 
„Es war gut, auf insgesamt vier Themenfelder zurückgreifen zu können“, betonte Thomas Melchert, stellvertretender Geschäftsführer der Handwerkskammer Münster und Projektkoordinator, in seinem Rückblick auf die erreichten Ergebnisse. GEP bot Serviceleistung für eine verschlankte (lean) und ressourcenschonende (green), digitalisierte (smart factory) Produktion, digitalisierte Produktion und die Bewältigung von Veränderungsprozessen (Change Management), die sowohl in den mit Betrieben durchgeführten Lean & Green Checks als auch in den sich anschließenden Vertiefungsprojekten eine übergeordnete Rolle spielten.
 
Insbesondere Smart Factory gehöre zu den beeindruckenden Themen von GEP, führte Ralf Hilmes, Abteilungsleiter der Grafschaft Landkreis Bentheim, aus. „Mit Hilfe der Digitalisierung kann und muss es den produzierenden Betrieben gelingen, sich neu und gut aufzustellen, besonders bei einer sich eintrübenden Konjunktur.“
 
In einer eigens aufgebauten GEP-Datenbank sind circa 50 Lösungsanbieter, 70 Beraterunternehmen und 100 darüberhinausgehende Kontakte auffindbar. Gut 500 Partnerbetriebe aus dem Netzwerk GEP bekamen die Gelegenheit, sich grenzüberschreitend auszutauschen, ihren Wissens- und Technologietransfer teilzunehmen, sich professionell beraten zu lassen und wertvolle Unterstützungs- und Entscheidungshilfen in Anspruch nehmen.
 
Das Netzwerk GEP wurde seit 2015 durch das Programm Interreg V finanziell mit rund 4 Millionen Euro gefördert und läuft Ende September aus.
 
Mit einem kleineren, auch von Interreg geförderten Anschlussprojekt namens „GEP digital“ haben die Projektpartner in den nächsten 15 Monaten die Möglichkeit, die aufgebauten Netzwerkstrukturen weiterhin mit Leben zu füllen. GEP digital hat das Ziel, interessierte Betriebe mit dem Business Process Model and Notation (BPMN, deutsch: Geschäftsprozessmodell und -notation) zur grafischen Prozessvisualisierung vertraut zu machen. Interessierte Betriebe können sich bei der HWK an Annette Averesch wenden, Tel.: 0251/ 5203-321.


Die Projektpartner:

 


Thomas Melchert
Tel.: +49 (0)251 5203-123
thomas.melchert@hwk-muenster.de
 

Thorsten Heilker
Tel.: +49 (0)5921/96-2309
thorsten.heilker@grafschaft.de

 

 

 

 

Bert Heijenk
Tel.: +31 (0)88 011 23 45
b.heijenk@stodt.nl